Mittwoch, 8. August 2012

Warum Muslime nach Mekka beten

Muslime beten in Richtung Mekka. Aber warum eigentlich? Der Islam beruft sich auf die gleichen Propheten wie Judentum und Christentum, nur das in deren Kreis für Muslime noch Mohammed hinzutritt. Abraham ist somit ebenso der Stammvater der Muslime wie für Christen und Juden. Die drei Religionen werden daher auch als abrahamitische Religionen bezeichnet. Abraham - im Koran Ibrahim genannt - war es, der auf Gottes geheiß das erste Haus baute, welches nur für Gebete und Gespräche mit dem Gott bestimmt war (die Kabaa). Sie steht im heutigen Mekka.  

Ursprünglich beteten auch Muslime nach jüdischer und christlicher Tradition in Richtung der Stadt Jerusalem. Eine Tages jedoch erhielt Mohammed eine Offenbarung Gottes, die ihm eine andere Gebetsrichtung zuwies.

„Wir sehen, dass du unschlüssig bist, wohin am Himmel du dich (beim Gebet) mit dem Gesicht wenden sollst. Darum wollen wir dich (jetzt) in eine Gebetsrichtung weisen, mit der du gern einverstanden sein wirst: Wende dein Gesicht in Richtung der heiligen Kultstätte (in Mekka)!“ – Koran: Sure 2, Vers 144

Mohammed änderte daraufhin die Gebetsrichtung (auf arabisch Quibla) in seiner Moschee und fortan beteten die Muslime in Richtung Mekka. Die Moschee, in der dieser Wechsel stattfand, wird deshalb auch Moschee der zwei Gebetsrichtungen genannt (masdschid al-quiblatain). Sie steht im heutigen Medina.


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